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Rheinische POST

Dinslaken

Eickhoffs patentierte Holzschrift

VON HENDRIK GAASTERLAND - zuletzt aktualisiert: 16.02.2012

Dinslaken (RP). Auf der Frankfurter Messe Ambiente präsentierte Andreas Eickhoff eine seiner neuesten Ideen. Die kleine Firma HolzschriftArt des Dinslakener Geschäftsmanns fertigt Holzprodukte mit Buchstaben, die eine Doppeldeutigkeit besitzen. Das Patent dafür hat er sich gesichert.

 
 
Kommt immer wieder auf verrückte Ideen: Andreas Eickhoff. rp-archivfoto Foto:
Kommt immer wieder auf verrückte Ideen: Andreas Eickhoff. rp-archivfoto Foto:

Es war im vergangenen Herbst, als sich Andreas Eickhoff knöcheltief in Grömitz in die Ostsee stellte, um für ein Fotoshooting eine seiner neuesten Kreationen in den Wellen zu positionieren. Eine simple Bank aus Holz, in deren Rückenlehne "Sandbank" zu lesen ist, stand im Meer und sorgte bei den vereinzelten Strandspaziergängern für großes Interesse.

Sie zückten auch prompt die Digitalkameras und schossen Fotos, doch Eickhoff musste sie bitten, die Bilder gleich wieder zu löschen. "Mir fehlte zu diesem Zeitpunkt noch das Patent", erzählt der Dinslakener Geschäftsmann, der aber inzwischen über das Patent Design-Markenschutz Buchstabenbank verfügt und auf der Messe Ambiente in Frankfurt sein Projekt vorstellte.


 
INFO

Messe Ambiente

Die Konsumgütermesse Ambiente zeigt mit über 4500 Ausstellern den Weltmarkt in einer riesigen Breite. Als größte und internationalste Orderplattform zieht sie jährlich rund 145 000 Fachbesucher an, die hier ihr Sortiment im Bereich Tisch, Küche und Haushalt, in der Welt des Schenkens oder in der Welt des Wohnens, Einrichtens und Dekorierens, zusammenstellen.

Idee kam unter der Dusche

Die zündende Idee kam Eickhoff wie so oft unter der Dusche. Aus dem ersten Gedanken, Möbel sprechen zu lassen und so eine Geschichte zu erzählen, entstand die neue kleine Firma HolzschriftArt. Gemeinsam mit Stefanie Arends und Ulrike Peter begann das dreiköpfige Team, spielerisch an die Sache heranzugehen und nach weiteren Worten zu suchen. Es fanden sich mit "Hausbank" oder "Spielbank" viele weitere Worte mit einer Doppeldeutigkeit, mit denen Eickhoff zukünftig hofft, interessierte Firmen als Partner und Kunden zu gewinnen.

Auf der Messe in Frankfurt positionierte sich HolzschriftArt unter 4500 Ausstellern mit einer Sitzbank mit dem Schriftzug "Samenbank" in der Lehne als Eyecatcher, auf der passenderweise der Samen eines Mammutbaums ausgelegt war. "Wir fuhren eigentlich ohne Erwartungen nach Frankfurt, aber die Hoffnungen waren groß. Man muss schon etwas dafür tun, damit ein kleines Wunder geschieht. Außerdem wollten wir als Dinslakener unsere Stadt und unsere Herkunft auf der großen, weiten Bühne präsentieren", sagt der Geschäftsmann, der bei seinen Möbeln großen Wert auf die Qualität legt: "Die steht an erster Stelle."

Mit der Dinslakener Tischlerei Trenz fand Eichkoff einen verlässlichen Partner, und wenn die ersten Bänke verkauft sind, weiß er auch schon, was mit den Einnahmen passieren wird. Bei den Recherchen, ob es bereits Buchstabenbänke gibt, stieß er auf eine einzige vergleichbare Sitzbank aus Kirschbaumholz aus dem Jahre 1830. Sie kostet heutzutage 760 Euro und steht in einem Antiquariat in Tübingen. "Die werden wir uns dann gönnen", erzählt Eickhoff.

HolzschriftArt ist jedoch nicht die letzte Idee des Geschäftsmanns. In seinem nächsten Projekt verarbeitet er altes Treibholz und möchte dies zum Beispiel als Dekorationsstück wieder zum Leben erwecken. Jedes Stück ist ein Unikat, wird mit einer Nummer versehen, damit der Käufer nachverfolgen kann, woher das Holz stammt und wo es gefunden wurde. Die Homepage wird "holzfundort.de" heißen.

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NRZ Dinslaken

 

 

 

Am 30.3.2012 erschienen auf www.schoener-wohnen.de in der Kategorie News:

 

 

In der Zeitschrift  Möbel Kultur Ausgabe 4 - 2012 erschienen:

 

 

Zeitung "Nachbarschaft" Juni 2012